Jeder
Betreiber eines Bandtrockners, der gewisse Mindestansprüche an die Hygiene
in seinem Betrieb stellt, kennt die Problematik beim Reinigen seines Trockners.
Gerade Verarbeiter klebriger Produkte wie z.B. von gecoatetem Petfood oder
Cerealien wissen um die langwierige und mühselige Arbeit beim Reinigen
des Trocknertunnels.
Aus dem Molkereibereich z.B. sind schon
länger CIP ("cleaning-in-place") Reinigungssysteme bekannt, die mit einer
Vielzahl von stationären Sprühdüsen, Tanks, Rohrleitungen etc. automatisch
reinigen. Derartige Systeme kommen für einen Bandtrockner nicht in Frage.
Die Gründe liegen u.a. darin, daß bei einem Bandtrockner eine Vielzahl
beweglicher Teile zu reinigen sind, und die Größe vieler Trocknungstunnel
eine Unmenge an Düsen und somit Reinigungslösung erforderlich machen würde.
STELA entwickelte
jetzt ein Reinigungssystem, bei dem rotierende Hochdruckdüsen auf einem
quer- und längsverfahrbaren Schlitten untergebracht sind. Der Einsatz von
rotierenden Sprühdüsen bietet die bestmögliche Verteilung der Reinigungslösungen
nach allen Seiten, also auch der Stirnseiten und der Labyrinthbleche. Durch
den Aufbau der rotierenden Sprühdüsen auf einem Ober- und Unterschlitten
ist es STELA gelungen, bei
dieser CIP-Reinigung mit geringstmöglichem Einsatz von Reinigungslösung
auszukommen. Da der Reinigungsschlitten sich im Trocknerbetrieb außerhalb
der Produktzone befindet, wird der normale Trocknungsprozeß nicht beeinträchtigt.
Die eigentliche CIP-Anlage selbst, welche
die Reinigungslösung erzeugt, kann wegen der erforderlichen geringen Menge
an Reinigungslösung und der intensiven Reinigung als Frischansatzreinigung
konzipiert werden. Eine Stapelreinigungsanlage mit mehreren Behältern ist
nicht erforderlich.
Die integrierte
CIP-Reinigung dient zur Reinigung von Bandtrocknern für gecoatete
Cornflakes, Petfood und ähnlich klebrige Produkte.
Die Reinigung der Trockner erfolgt über
Reinigungsschlitten über und unter den Trocknungsbändern, die mit rotierenden
Sprühdüsen bestückt sind. Somit werden die Flächen oberhalb und unterhalb
der Bänder gereinigt. Die Reinigung des Bandes erfolgt in der separaten
Online-Reinigungsstation des Trockners. Die Ober- und die Unterschlitten
werden jeweils gemeinsam versorgt und abwechselnd betrieben. Die Zufuhr
des Wassers bzw. der Reinigungslösungen erfolgt über 1"-Schläuche mit automatischen
Schlauchaufwicklern.
Die CIP-Anlage wird als kompakte Einheit
auf einen Grundrahmen aufgebaut und besteht im wesentlichen aus einem 2.500
l - Tank, einer Vorlaufpumpe, einem Wärmeaustauscher, einer rückspülbaren
Siebeinheit und den Dosiereinrichtungen für die Reinigungskonzentrate.
Als Reinigungsmedien stehen Kaltwasser,
Heißwasser, Lauge und Säure zur Verfügung. Der Reinigungstank wird entsprechend
dem Bedarf bis zu einer einstellbaren Menge mit Wasser befüllt. Zur Erhitzung
wird das Wasser durch den Wärmeaustauscher im Kreislauf gefahren. Zum Ansatz
von sauren oder alkalischen Reinigungslösungen wird Konzentrat zudosiert,
bis der vorgewählte Leitwert erreicht wird.
Die Vorspülung erfolgt mit Kalt- oder
Warmwasser, das für ein oder zwei Durchläufe zunächst über die Ober- und
dann über die Unterschlitten versprüht wird. Das Wasser spült leicht ablösbare
Verschmutzungen ab und schwemmt sie aus der Maschine. Das stark verschmutzte
Vorspülwasser wird vor der Siebeinheit in den Gully geleitet, so daß das
Sieb nicht verstopft wird.
Anschließend wird 1-2%ige Natronlauge
oder ein entsprechend konfektioniertes Reinigungsmittel angesetzt und aufgeheizt.
Über den hin- und herfahrenden Unterschlitten wird nun die Hauptverschmutzung
im Bereich unter dem Band im Umlauf gereinigt. Bei entsprechender Verschmutzung
kann diese Prozedur zuerst auch mit dem Oberschlitten erfolgen. Wenn Temperatur
und Leitwert im Rücklauf von der Maschine die Mindestwerte erreicht haben,
läuft diese Reinigungsphase für eine vorgegebene Zeit oder eine festzulegende
Anzahl von Schlittendurchläufen. Anschließend wird die Reinigungslösung
in den Gully geleitet und die Anlage wird mit Wasser gespült.
Nun wird die Anlage in gleicher Weise
mit Salpetersäure gereinigt, wobei Konzentration und Temperatur in der
Regel niedriger liegen und kürzere Zyklen gefahren werden. Die Nachspülung
mit kaltem Frischwasser erfolgt über den Ober- und Unterschlitten solange,
bis der Leitwert im Rücklauf keine Reinigungsmittelreste mehr anzeigt.
Eine Siebeinheit im Rücklauf verhindert,
daß Partikel aus der Maschine in den Reinigungsbehälter und von dort in
die Düsen gelangen und diese verstopfen können. Die Strömung durch das
Sieb kann durch eine Ventilkombination umgeschaltet werden. Wenn sich die
Siebfläche durch die Schmutzfracht zusetzt, steigt der Vordruck. Das Sieb
wird nun im Umlauf gefahren und mit unverschmutzter Lösung direkt aus dem
Behälter rückgespült. Diese automatische Rückspülung ist zu jedem Zeitpunkt
während der Reinigung möglich.
Der Einsatz von Doppelsitzventilen für
die Konzentratdosierung und die Verteilung zu den Trocknern gewährleistet
auch im Falle von Dichtungsschäden, daß das letzte Spülwasser nicht mit
Chemikalien kontaminiert werden kann. Außerdem wird so sichergestellt,
daß durch eine laufende Reinigung nie Flüssigkeit in einen anderen Trockner
gedrückt werden kann, der sich in Betrieb befindet. Damit nach der Reinigung
kein Wasser aus den Düsen auf das zu trocknende Produkt tropfen kann, werden
die Düsensysteme am Schluß der Reinigung mit Druckluft freigeblasen.
An den Stirnseiten der Maschine werden
die Schlitten jeweils auf weniger als 700 mm an die Wand gefahren, damit
diese Flächen gut besprüht werden. Produktverteilung und Trocknerabschottungen
werden flexibel ausgeführt, um ein Durchfahren des Schlittens zu ermöglichen.
Um den Wasserverbrauch der Anlage bei
der Vorspülung zu reduzieren, kann als Option das kaum verschmutzte Nachspülwasser
gesammelt und für die Vorspülung der nächsten Reinigung eingesetzt
werden.